Finanzkrise: Der Eurocrash kommt – 4 Wege, Ihr Geld zu schützen

In unsicheren Zeiten machen sich die Menschen Gedanken, wie sie ihre Ersparnisse in Sicherheit bringen können. Nicht erst seit der Finanzkrise in 2009, als viele Banken vor der Pleite standen und aktuell mit der Situation in Griechenland vor Augen, ist eine sichere finanzielle Vorsorge für den Krisenfall notwendig. Die Globalisierung, die schwankenden Finanzmärkte und Kriegswirren können dazu beitragen, dass die Wirtschaft ins Wanken gerät und binnen weniger Wochen und Tage die privaten Geldreserven dahin schmelzen. Doch welche Absicherung ist wirklich krisenfest und wie sollte man seine Ersparnisse am besten anlegen? Wie komme ich durch den schon fast unausweichlich scheinenden Eurocrash?

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Übersicht:

  1. Die Komplexität der Finanzsysteme und die Instabilität des Euros
  2. Das Hauptproblem am beispiel Zyperns
  3. Die Auswirkungen der letzten Euro-Krise
  4. Bargeld in Zeiten von Krieg und Finanzkollaps
  5. Die Folgen eines Krieges für den Geldmarkt
  6. Die Immobilie, eine sichere Geldanlage für Krisenzeiten
  7. Gold und Silber als Krisenvorsorge
  8. Aktien, Wertpapiere und das Risiko nach dem Crash noch weniger zu haben
  9. Eigenkapital investieren und billiges Baugeld nutzen – So meistern Sie den Eurocrash
  10. FAZIT – Der Eurocrash kommt aber wir können uns wappnen

Die Komplexität der Finanzsysteme und die Instabilität des Euros

Am Beispiel von Zypern und Griechenland wird klar, wie schnell ein Finanzsystem ins Wanken geraten kann und dass die Staatsfinanzierung über die Finanzmärkte ein großes Problem darstellt. Wenn die wichtigsten Banken eines Staates – wie bei der Wirtschaftskrise in Zypern geschehen – in die Knie gehen, erhalten sie schon lange vor dem Zusammenbruch keine bezahlbaren Kredite mehr an den Finanzmärkten. Die Europäische Zentralbank (EZB) springt nicht in die Bresche, und es wird ein Prozess eingeleitet, der in einer Katastrophe endet kann, wenn kein Rettungsschirm aufgespannt wird. Bevor Zypern in diese Situation geriet, lag die Staatsschuldenquote leicht über den Maastricht-Kriterien, erstaunlicherweise noch 20 Prozentpunkte unter der deutschen Staatsverschuldungsquote. Also war die Zypernkrise eine reine Bankenkrise.

Das Hauptproblem am Beispiel Zyperns

waren nämlich die Banken. Sie hatten dem maroden griechischen Staat Milliarden geliehen, die weitgehend verloren sind. Seit 2011 erhielt Zypern keine Kredite mehr von den internationalen Finanzmärkten und musste Gelder aus den Pensionsfonds nehmen, um die Gehälter der Staatsbediensteten finanzieren zu können. „Die finanzielle Situation der Regierung ist ernster als in Griechenland“, hatte damals Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker gewarnt. Zeitweise konnten die Menschen überhaupt kein Geld von der Bank abheben. Ihre Vermögen wurden im Zuge der Bankenzerschlagung geschrumpft oder waren gänzlich verloren.

Die Auswirkungen der letzten Euro-Krise

Die Laiki-Bank, die zweitgrößte Bank Zyperns, wurde aufgelöst. Neun Milliarden Euro flossen aus dem europäische Rettungsschirm, ESM, eine Milliarde Euro schoss der Internationale Währungsfond (IWF) zu, um die Wirtschaft zu stabilisieren, das alles verbunden mit einem aufoktroyierten Sparprogramm. Das Rettungspaket läuft 2016 aus. Aufgrund der prekären Situation in Griechenland ist Zypern noch lange nicht gerettet, denn die Helenen zählen zu den größten Handelspartnern des Inselstaates. Die großen Nachrichtenmagazine wie DER SPIEGEL und DIE ZEIT haben hierzu umfassende Analysen und Hintergrundinformationen zusammengestellt. In den Sog der Finanzkrise in Zypern und Griechenland werden die Länder der Eurozone automatisch mit hineingezogen, denn letztlich müssen sie zur Rettung des Euro alle in die Haushaltskasse ihres eigenen Staates greifen. Wer seine Ersparnisse auf dem Geldmarkt angelegt hat, muss bangen, dass sie nicht verloren gehen.

Bargeld in Zeiten von Krieg und Finanzkollaps

Dennoch, eine gewisse Summe Bargeld als Notgroschen anzulegen, ist nicht der schlechteste Gedanke. Gerade dann, wenn für eine notwendige Anschaffung schnell Geld zur Verfügung stehen muss, ist der so genannte „Spargroschen“ die Rettung in der Not. Eine Anlageform für die Altersversorgung oder für den Krisenfall eines Wirtschaftszusammenbruchs oder für den „Worst Case“, eine kriegerische Auseinandersetzung, taugt dieser Notgroschen nicht, denn er unterliegt der Geldentwertung, die durch die Inflationsrate schon vorgegeben ist.

Die Folgen eines Krieges für den Geldmarkt

Wer einmal nach Berlin kommt, sollte unbedingt das Deutsche Historische Museum besuchen, wo sehr anschaulich die Folgen eines Krieges in Zusammenhang mit dem Geldmarkt dargestellt werden. War es nach dem Ersten Weltkrieg die Hyperinflation in der Weimaer Republik, die als Folge der hohen Reparationszahlungen durch die Aufhebung der Goldwährung zur Geldentwertung führte, war Geld nach Ende des Zweiten Weltkrieges überhaupt nichts mehr wert. Nur mit Tauschgeschäften konnten sich große Teile der Bevölkerung über die Runden bringen. Erst nach der so genannten Währungsreform ging es langsam wieder aufwärts. Wäre es nach dem damaligen amerikanischen Finanzminister Henry Morgenthau gegangen, wäre Deutschland nicht nur entmilitarisiert, sondern auch deindustrialsiert worden. Doch unter der US-amerikanischen Regierung von Präsident Truman hatte sich der damalige Außenminister George C. Marshall mit einem Wiederaufbauprogramm durchgesetzt, das letztlich für das deutsche Wirtschaftswunder in den 1950er und 1960er Jahren sorgte und sich heute in einem starken Wirtschaftsstandort trotz erheblicher Investitionen in die deutsche Wiedervereinigung fortsetzt.

Die Immobilie, eine sichere Geldanlage für Krisenzeiten

Wohnungen und Häuser, also Immobilien, werden im Fachjargon auch „Betongold“ genannt. Wer in einem eigenen Haus oder in einer Eigentumswohnung lebt, ist auf der sicheren Seite. Geld kann im Rahmen einer Inflation komplett entwertet werden. Ein Haus oder eine Wohnung gehören zu den bleibenden Werten, die zusätzlich einen praktischen Nutzen haben. Deshalb ist eine Immobilie eine sinnvolle Anlage, wenn man sein Geld in Sicherheit bringen will, auch dann, wenn man nicht selbst darin wohnt, sondern die Immobilie vermietet. Wohnraum ist knapp, und deshalb ist die Geldanlage in eine Wohnung und in ein Haus eine gute Investition. Allerdings sollte man beim Kauf einer Altimmobilie einen Fachberater hinzu ziehen, der die Bausubstanz ganz genau unter die Lupe nimmt und man nicht auf hohen Kosten für die Renovierung sitzen bleibt. In der Fachzeitschrift „Finanztest spezial Immobilie“, herausgegeben im Jahr 2014, werden nicht nur viele Tipps zum Immobilienkauf gegeben, insgesamt wird festgestellt, dass der Kauf einer Immobilie als finanzielle Vorsorge gegenüber anderen Anlageformen für den Krisenfall absolut zu empfehlen ist.

Gold und Silber als Krisenvorsorge

Zwar sind Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin auch bleibende Werte, aber sie unterliegen auch erheblichen Kursschwankungen. Kauft man Edelmetalle in einer Phase, wo die Kurse hoch sind, dann muss man sogar Verluste hinnehmen, weil der Kurs dann höchstwahrscheinlich sinkt. Rechnet man die Inflationsrate hinzu, so kommt man zu dem Schluss, dass Edelmetalle zwar deutlich sicherer als Bargeld sind und vor diesem Hintergrund als finanzielle Vorsorge für den Krisenfall verwendet werden können, aber letztlich keinen praktischen Nutzen wie eine Immobilie haben und auch nicht mit einer Wertsteigerung zu rechnen ist. Zu diesem Schluss kommt auch das Internetportal financescout24.de, In dem Beitrag wird auch die Empfehlung gegeben, die Anlageformen zu streuen, statt sich auf eine Variante festzulegen.

Aktien, Wertpapiere und das Risiko nach dem Crash noch weniger zu haben

Ganz klar, beim Spekulieren mit Aktien und Wertpapieren kann man eine hohe Rendite erzielen, aber auch sein ganzes Geld verlieren, wenn man aufs falsche Pferd setzt. Deshalb sollte man, so man denn so risikofreudig ist, nur so viel von dem einsetzen, das man bei einem Totalverlust noch verkraften kann. Der Börsen-Guru Dirk Müller – auch „Mr. Dax“ genannt – empfiehlt, sich auf Aktienunternehmen zu konzentrieren, die schon lange auf dem Markt sind und international gut aufgestellt. Im Medienmagazin focus.online erklärt er, was seiner Ansicht nach gar nicht geht und wofür er sich entscheiden würde. Aber dennoch: Ein Risiko ist auch hier nicht auszuschließen.

Eigenkapital investieren und billiges Baugeld nutzen – So meistern Sie den Euro Crash

Im Online-Portal des Fachmagazins Erfolg-mit-Wohnimmobilien.de ist nachzulesen, dass Immobilien auch aktuell eine empfehlenswerte Form der Geldanlage darstellen. Anlegern wird aber geraten, nicht zum erstbesten Angebot zu greifen, sondern abzuwägen, ob sich die Investition auch lohnt. Eine selbst bewohnte Immobilie ist auch eine gute Kapitalanlage und dient als überlegenswerte Form der Altersvorsorge. Hier sollte insbesondere auf Barrierefreiheit einer Eigentumswohnung oder eines Hauses geachtet werden, um im Fall einer schwindenden Mobilität im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Barrierefreie Immobilien liegen hoch im Kurs. Die Nachfrage ist zurzeit höher als das Angebot, weshalb man auch ohne Probleme solvente und zuverlässige Mieter findet, wenn man die Immobilie (noch) nicht selbst nutzen will. In Zeiten der günstigen Baufinanzierung ist es eine Überlegung wert, die günstigen Konditionen zu nutzen, gerade dann, wenn man Geld übrig hat und an eine sichere Altersversorgung denkt. Wie die Badische Zeitung Mitte Juli 2015 am Beispiel einer Wohnungsbaugesellschaft schreibt, ist Wohnraum weiterhin knapp – nicht nur angesichts der wachsenden Flüchtlingszahlen.

FAZIT – Der Eurocrash kommt aber wir können uns wappnen

Jetzt sollte jedem klar sein, dass der richtige Weg ein Mix aus den verschiedenen Anlagemöglichkeiten ist. Genauso sollte jedem klar sein, dass Immobilien eine der fundamentalsten Bausteine für den Aufbau eines sicheren Polsters für Krisenzeiten ist.

Für die, die jetzt denken, Immobilien seien nur etwas für Menschen mit viel Eigenkapital irrt. Gerade jetzt und gerade in Deutschland sind Immobilien so einfach zu bekommen wie nie. In der Regel können Sie schon mit 10% Eigenkapital finanzieren. Wie das geht erfahren sie unteranderen hier.

Auch Gold und Silber sind keine schlechte Wahl. Allerdings unterliegen diese großen Schwankungen. Da wir uns zwar auf das Schlimmste vorbereiten aber auf das Beste hoffen, sollten wir unser Geld so anlegen, das es auch im Falle das keine Krise eintritt, sicher ist.

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2 Comments

  • Jaybee

    Reply Reply 9. Juni 2017

    Das meiste ist richtig ! Aber das mit dem Hauskauf sehe ich anders. Vor allem auf Kredit mit nur 10 proz. Eigenkapital!
    Im Kriesenfall wurden in der Vergangenheit schon Häuser requiriert oder mit Zwangshypotheken vom Staat belastet…recherchiert mal ! Schon heute, auch ohne Zinserhöhung, (die kommen wird,) sind viele in der Abgabenfalle ihrer Häuser. Nebenkosten erreichen Mietniveau !

    • JS

      Reply Reply 28. November 2017

      Hey Jaybee,

      wenn wir davon ausgehen, ich möchte mein Vermögen gegen den Eurocrash sichern und somit eine Immobilie kaufen. Diese Immobilie kaufe ich mit einem 20% EK und 80% Fremdfinanzierung…

      Wie kann ich mein Darlehen in der Krise sichern? gibt es dafür z.B. Klauseln oder kann ich die Zinsen und Tilgung fixieren?

      Nicht das mich das Darlehen in den Ruin treibt, wenn der Euro entwertet wird oder die Inflation noch härter zuschlägt.

      Vielen lieben Dank!

      JS

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